Arbeitsweise

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§ 1 Tierschutzgesetz:

"Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leid oder Schäden zufügen."

Wo fangen Schmerzen und Leid an?

Einen Hund anzuschreien, ihn zu schlagen oder zu treten ist Gewalt und tut dem Hund weh, auch ein Leinenruck, ein Stachelhalsband, das Einwirken mit Strom und sonstigen Hilfsmitteln tun dem Hund weh und haben in der Erziehung des Hundes nichts zu suchen! Den Hund zu erschrecken, ihn zu maßregeln, ihn mit Klapperdosen und Wasserflaschen einzuschüchtern, auch das fügt dem Hund Leid zu. Es ist weder artgerecht noch gewaltfrei. Natürlich können wir mit unserem Hund nicht auf seine Weise kommunizieren. Aber wir können ihn verstehen lernen und ihm nonverbal zeigen, was wir von ihm möchten. Wir geben ihm die Chance sich auszuprobieren und selber zu lernen, dass der Erfolg bei seinem Menschen das aller Größte ist. Hierzu sind weder Hilfsmittel, Gewalt noch Sprache nötig. Wie traurig ist ein Hundeleben, wenn man Tagein Tagaus seine natürliche Verhaltensweise unterlässt, aus Angst bestraft zu werden. Viel schöner ist es doch, wenn sich der Hund von sich aus in allen Situationen an seinem Menschen orientiert, weil er gelernt hat, dass sein Mensch Sicherheit, Schutz und Vertrauen gibt. Und das Beste daran: Er wird belohnt und positiv bestärkt.

Aus diesem Grund habe ich mich für eine Ausbildung bei TrainFair entschieden!

In der Erziehungsarbeit zeigen wir dem Hund, welches Verhalten wir von ihm wünschen, indem wir das richtige Verhalten im richtigen Moment bestätigen. In der Verhaltenstherapie läuft es genau so: Wir zeigen wir dem Hund eine positive Alternative zu seinem Verhalten auf, wenn wir dieses unterbinden oder umlenken wollen. Der Hund lernt schnell und wird unerwünschtes Verhalten unterlassen, um sich den positiven Erfolg bei seinem Menschen zu holen.

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Das TrainFair® Konzept

Unser Trainings- und Verhaltenstherapie Konzept ist darauf ausgerichtet, Erziehungs- und Verhaltensprobleme tiergerecht aufzulösen. 

Als erstes muss man als Hundehalter beachten, dass kein Auflehnungs- oder Fehlverhalten des Hundes „falsch“ ist. In der Tierwelt gibt es kein Problemverhalten. Wenn ein Hund nicht auf seinen Menschen hört und sich auflehnend verhält, liegt es meist daran, dass Hund und Halter keine Beziehung zueinander eingehen konnten. Viel zu früh wird von menschlicher Seite aus Wert darauf gelegt, dass ein Hund Komm, Sitz, Platz & Aus beherrscht. Viel wichtiger aber ist es, gerade wenn es sich um einen Welpen oder Junghund handelt, eine soziale Beziehung zwischen Hund und Mensch aufzubauen. Ist dies geschehen, geschieht der Rest fast wie von alleine.


Was sind die Grundpfeiler einer guten, sozialen Beziehung zwischen Mensch & Hund?

Grundpfeiler 1
 Der Hundehalter muss der Ort/die Person sein, die der Hund aufsucht, wenn er verunsichert/überfordert ist.

Grundpfeiler 2
 Der Hundehalter muss seinem Hund ein positiver Ressourcenvermittler sein. Über eine positiv aufgebaute Ressourcenverwaltung orientiert sich ein Hund gerne an seinem Menschen. Man vermeidet, dass der Hund unbewusst Ressourcen beansprucht und naturgemäß sichert, was nicht selten zu einem aggressiven Verhalten beim Hund führen kann.

Die Hauptressourcen sind: Futter, Beute (Spielzeug), das Haus/die Wohnung (Territorium), der Gassi-Weg (Revier) und der Halter als Ressourcenquelle selbst.

Grundpfeiler 3
 Der Hundehalter zeigt seinem Hund vom ersten Tag an, was er von ihm erwartet und fördert das erwünschte Verhalten. Der Hundehalter vermeidet es, dem Hund zu sagen, was er falsch macht – denn das hilft dem Hund nicht weiter.

 

Wie läuft das Training/die Verhaltenstherapie nach TrainFair® ab?

Ein TrainFair® Trainer vermittelt Ihnen das notwendige Wissen und Können, Ihren Hund rein über Ihre Gestik, Mimik und Körpersprache zu erziehen und zu fördern. Hunde kommunizieren primär über die Körpersprache, ob mit uns Menschen oder untereinander.

Viele Hundehalter sind darüber erstaunt, wie schnell der eigene Hund sein Verhalten zum positiven verändert, wenn man die Sprache weglässt und rein körpersprachlich kommuniziert. Unser Trainingskonzept ermöglicht es, völlig ohne Erziehungshilfsmittel & aversiven Handlungen, selbst etablierte Problemverhaltensweisen schnell aufzulösen. Nur über Körpersprache und dem Hauptfutter zur Bestätigung des Hundes helfen Sie Ihrem Hund mit Hilfe eines TrainFair® Trainers aus seinem Problemverhalten heraus.


Was wir generell ablehnen

Jeder TrainFair® Trainer lehnt es, ab mit diversen Erziehungshilfsmitteln zu arbeiten. Durch Hilfsmittel sowie durch bestrafende Handlungen am Hund wird nur versucht das Problemverhalten des Hundes zu unterdrücken oder nicht zustande kommen zu lassen (zu vermeiden). Hierdurch wird keine Problemlösung erreicht und nicht selten kommt es dazu, dass daraufhin der Hund weitere Fehlverhaltensweisen und ein erhöhtes Aggressionsverhalten aufweist.


Eine ursachenorientierte Herangehensweise ist notwendig


TrainFair® Trainer konzentrieren sich in der Verhaltenstherapie und bei Erziehungsproblemen nicht auf die sichtbaren Symptome, sondern rollen das Feld von hinten auf. Meist liegen die Ursachen für Fehlverhaltensweisen in ungeklärten Ressourcen-Verhältnissen und in einer Unsicherheit/Überforderung des Tieres. Im Rahmen eines Intensivtrainings bei Ihnen zu Hause werden die Grundlagen der Mensch-Hund-Beziehung neu aufgebaut und verknüpft, so dass sich das Fehlverhalten auflösen kann. Je nach Problemverhalten werden weitere Konfrontationseinheiten mit diversen Reizen für den Hund notwendig. Sollte Ihr Hund z.B. aggressiv auf andere Hunde reagieren, ist in diesem Fall noch eine Konfrontationstherapie mit Artgenossen notwendig.


Ablauf einer Hundeverhaltenstherapie
 nach Train Fair®

Heutzutage ist in vielen Medien von sogenannten  Problemhunden die Rede. 
Was sagt uns dieses Wort Problemhund überhaupt?  Es sagt aus, dass der Hund oder dessen Verhalten  problematisch ist. Problematisch für uns Menschen, denn jedes Verhalten, das ein Tier seiner Umwelt  gegenüber aufweist ist für dieses völlig normal und somit richtig.

Kein  Mensch würde behaupten, dass ein frei lebendes Tier, ob jetzt Vogel, Katze, Kaninchen etc. sich problematisch verhält oder verhalten kann. Die  Umwelt, die das Tier umgibt, ruft die  verschiedensten Verhaltensweisen auf. Bei unseren Haushunden ist der auslösende Faktor der zu  Problemverhalten führt immer der Mensch bzw. die entsprechenden Erwartungen unserer Umwelt an unsere Hunde. Diese Erwartungen kann der Hund in  den meisten Fällen aufgrund seiner  Verhaltensstruktur und Denkweise nicht erfüllen. Hieraus resultiert dann ein Fehlverhalten, welches  sich mit der Zeit zu einem Problemverhalten  etabliert.

Leider wird oftmals Problemverhalten durch Hundetrainer  nach den konventionellen Erziehungsmethoden angegangen bzw. unterdrückt durch: Kommandos,  Ablenkungsmanövern oder unterdrückende Hilfsmittel. Dies entspricht einer reinen  Symptomarbeit, ohne dass die Ursachen, die zu den  entsprechenden Verhaltensweisen geführt haben, aus  der Welt geschaffen werden bzw. positiv für den  Hund gelöst werden. Somit wird Problemverhalten  unterdrückt, verlagert und über kurz oder lang nur intensiviert.

In dem von uns angewendeten Therapiesystem gibt es  keine Symptomarbeit, das heißt keine Ablenkung, keine  Kommandos, keine Hilfsmittel und somit kein  Meideverhalten beim Tier und keine  Problemverlagerung. Wir lösen die verantwortlichen Indikatoren des Problemverhaltens auf, indem wir  Ihr Verhalten gegenüber Ihrem Hund verändern, so dass er sich gerne und freiwillig an Ihnen orientiert, gerade in den Bereichen die Sie und Ihr Hund vormals als problematisch empfunden haben.


Therapieverlauf

Nach der ersten Kontaktaufnahme per E-Mail und einem unverbindlichen Beratungsgespräch am Telefon findet ein Kennenlern- bzw. Begutachtunsgtermin Ihres Hundes bei Ihnen zu Hause statt. Dort wird Ihr Hund entsprechend seines Fehlverhaltens hin ausgetestet. Dies bedeutet, dass hier bereits nach den weiteren Symptomen, die Hinweise auf die Ursache geben, geschaut wird. Gleichzeitig gibt dieser Test Aufschluss darüber, wie und in welcher Form ein Therapieerfolg aussehen bzw. wie eine Therapie verlaufen wird. Gleichzeitig nehmen wir den Gesundheitszustand Ihres Tieres in Augenschein, um eine organisch oder körperlich bedingte Ursache ausschließen zu können. Wird ersichtlich, dass Ihr Hund krankheitsbedingt gewisse Verhaltensweisen aufweist, besprechen wir mit Ihnen in einem ausführlichen Gespräch das weitere Vorgehen.

 

Sind körperliche Ursachen auszuschließen, wird nach dem Ergebnis der Begutachtung ein Therapieverlauf beschrieben, der Auskunft über Dauer, Art und Weise sowie die anfallenden Kosten gibt. Nach dem Beratungsgespräch liegt es in Ihrer Hand, eine Therapie mit uns gemeinsam durchzuführen. Diese Entscheidung müssen Sie nicht direkt im Anschluss des Gesprächs treffen, sondern Sie dürfen und sollen sich Zeit dafür lassen, um evtl. Fragen telefonisch oder per E-Mail im Anschluss stellen zu können.

Auch während der Therapie sind wir für Sie zu jeder Zeit zu erreichen um Sie und Ihren Hund erfolgreich durch die Therapie begleiten zu können.

Quelle: www.trainfair.de


© Hundemanieren - Lisa Langer 2014